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Die Geschichte des Bieres

lolneverendingstory

Dies ist die Geschichte von einem Gebräu das um die Welt ging…

Der Anfang

Vor rund 6000 Jahren in Zweistromland (auch Mesopotamien genannt) zwischen Euphrat und Tigris, geschah einem sumerischen Bäcker ein „Unglück“! Er ließ seinen feuchten Brotteig zu lange in der Sonne stehen und der Teig wurde durch die vergorene Hefe sauer. Dadurch entstand eine klebrige Masse die eine berauschende Wirkung hatte (warum auch immer er es gegessen hat…). Sie experimentierten bis sie den Gärvorgang selbst herbeiführen konnten. So entstand der „Göttertrunk“, der auch bei Opfergaben nicht fehlen durfte.
Dank der Keilschrift wurde das Rezept für die Nachwelt festgehalten.

Babylon

In Babylon war Bier so beliebt, dass sie gleich 20 verschiedene Sorten entwickelten. Darunter sind z.B Dünnbier, Schwarzbier und das babylonische „Exportbier“, das bis Ägypten exportiert wurde!
Vielleicht wurden sogar die Arbeiter an der Pyramide mit genau diesem Bier entlohnt worden. Jeder Arbeiter bekam nämlich als Lohn 5 Krüge pro Tag.

Der Babylonische König Hammurabi nahm das Thema Bier sehr ernst und verhängte ein strenges Bier-Gesetz. Zusammen mit anderen Gesetzen entstand der „Codex Hammurabi“, der in eine Säule aus Diorit-Stein gemeißelt wurde (übrigens: Steht die Säule im Louvre! Check it out!).

Einige Auszüge aus dem Bier- Gesetz:
– Die Wirtin, die sich ihr Bier nicht in Gerste, sondern in Silber bezahlen lässt, oder die minderwertiges Bier teuer verkauft, wird in ihrem gebrauten ertränkt.
– Eine Priesterin, die eine Wirtschaft aufsucht oder eine Wirtschaft eröffnet wird verbrannt.
– Die Wirtin, die in ihrer Gaststätte politische und staatsgefährdende Diskussionen duldet, ohne die Gäste der Obrigkeit auszuliefern, wird getötet.
– Bierpanscher werden in ihren Fässern ertränkt oder so lange mit Bier vollgegossen, bis sie ersticken.

Frauensache

Bis ins späte Mittelalter war das Brauen Frauensache. Die ersten männlichen Brauer waren Mönche. Sie wollten ein nahrhaftes Getränk zu ihren Mahlzeiten. Denn Trinken war auch in der Fastenzeit erlaubt. Bier war ein wichtiger Energielieferant, ganz nach dem Motto „Flüssiges bricht das Fasten nicht“. So teilten die Mönche ihr frisch gebrautes Bier auch mit Reisenden als Verpflegung. Die Mönche waren begabte Brauer, die mit Hingabe um die Verbesserung des Brauprozesses widmeten. Sie waren es auch die erstmal Hopfen beigemischt hatten.

Reinheitsgebot

Im 16. Jahrhundert erließ der bayerische Herzog Wilhelm IV ein Gesetz um die Qualität des Bieres sicherzustellen: Das Reinheitsgebot! Damit soll sichergestellt werden das nur Wasser, Gerste und Hopfen ins Bier landete.

Hefe wurde damals im Reinheitsgebot noch nicht als Zutat erwähnt, sie war zwar schon immer am Prozess beteiligt, wurde aber erst im Jahre 1860 entdeckt.
Ende des 19.Jahrhunderts kam dann endlich die Erfindung der Kältemaschine. Damit konnte untergäriges Bier nun das ganze Jahr über gebraut werden.

Ein Hoch auf die Kältemaschine, Dank ihr können wir uns zu jeder Jahreszeit ein Bierchen gönnen!